Der IT-Dienstleister Cloudflight besetzt die Leitung seiner Österreich-Tochter neu: Doris Lippert, zuletzt in der Geschäftsführung von Microsoft Österreich, übernimmt mit 1. April 2026 die Geschäftsführung in Wien. Die Personalie ist Teil einer umfassenden Neuausrichtung der Unternehmensgruppe in Richtung KI.
Mit Doris Lippert wechselt eine erfahrene Managerin von Microsoft Österreich zur Österreich-Tochter des IT-Dienstleisters Cloudflight mit Hauptsitz in München. Bei Microsoft verantwortete sie zuletzt als Teil der Geschäftsführung das Partner- und Technologie-Ökosystem. Lippert ist zudem als Präsidentin des Verbandes der Österreichischen Software Innovationen (VÖSI) – brutkasten berichtete – eine zentrale Figur in der heimischen IT-Interessenvertretung.
Fokus auf europäische KI-Lösungen
In ihrer neuen Funktion soll Lippert den Standort Österreich innerhalb der Gruppe weiterentwickeln. Laut einer Aussendung liegt ihr Fokus dabei auf der Etablierung von Cloudflight als „KI-first“-Unternehmen. „Mein Ziel ist es, Cloudflight in Österreich so weiterzuentwickeln, dass aufbauend auf österreichischen Werten Technologie gestaltet wird, die international erfolgreich ist“, kommentiert Lippert.
„Europäische Technologieunternehmen müssen heute mehr Verantwortung übernehmen“, so die neue Geschäftsführerin. Und nur durch den Aufbau einer „starken Softwarelandschaft mit messbarem wirtschaftlichem Nutzen“ könne man die langfristige Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen stärken. Neben der technologischen Umsetzung betont die Managerin zudem die Relevanz von Diversität und nachhaltigem Wirtschaften für den Sektor.
Strategischer Umbau der Cloudflight Group
Die Bestellung Lipperts erfolgt zeitgleich mit einer personellen und strategischen Neuausrichtung auf Gruppenebene. Bereits am 1. Februar 2026 hat André Holhozinskyj die Rolle des Chief Executive Officer (CEO) der Cloudflight Group übernommen. Holhozinskyj, der zuvor als CEO der synvert Group und in leitender Funktion bei Accenture tätig war, soll den Konzernumbau leiten.
Das Unternehmen begründet diesen Schritt mit dem massiven Wandel durch Künstliche Intelligenz. Unter dem Schlagwort der „agentischen Transformation“ – womit die Integration autonom handelnder KI-Systeme in Geschäftsprozesse gemeint ist – möchte Cloudflight den Schritt von isolierten Pilotprojekten hin zu skalierbaren Anwendungen im operativen Geschäft vollziehen.
Kooperation mit Daten-Spezialist paiqo
Um diese Strategie technisch zu unterlegen, forciert Cloudflight die Zusammenarbeit mit dem Daten- und KI-Spezialisten paiqo. Die beiden Unternehmen hatten sich bereits im Oktober 2025 zusammengeschlossen. Das nun vorgestellte integrierte Angebot kombiniert strategische Beratung mit Software-Engineering und Datenarchitektur.
Cloudflight beschäftigt mehr als 800 Mitarbeitende an 17 Standorten in Europa, darunter Österreich, Deutschland und Polen. Das Unternehmen positioniert sich als Full-Service-Partner für digitale Transformation und setzt dabei laut Eigendefinition verstärkt auf offene und technologisch unabhängige Architekturen.
Forocredit: Andreas Schwanzer
