Version 0.9 – offen für Feedback
Österreichisches Framework für digitale Souveränität
Ein transparentes, praxisorientiertes und nicht-kommerzielles Framework, das digitale Souveränität messbar, erklärbar und vergleichbar macht.
Mission
Digitale Souveränität verständlich und bewertbar machen
Digitale Souveränität betrifft Menschen, Organisationen, Prozesse, Strategien, Kompetenzen und Risikobewertungen. Sie ist kein reines Technikthema, sondern ein zentraler Vertrauens- und Entscheidungsfaktor für öffentliche und regulierte Organisationen. Da klare, vergleichbare und nicht-kommerzielle Bewertungsmodelle fehlen, haben VÖSI und ORF im März 2026 eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe ins Leben gerufen.
„Vergleichbar. Erklärbar. Souverän.“
Das Framework schafft ein gemeinsames Verständnis im österreichischen und europäischen Kontext, reduziert Unsicherheit bei Beschaffungs-, Architektur- und Strategieentscheidungen und stärkt den Digitalstandort Österreich durch Klarheit, Professionalität und Geschwindigkeit. Es betrachtet Daten-, operative und technologische Souveränität ebenso wie Autonomie, Autorität, Risiko und Resilienz.
Ziele der Arbeitsgruppe
Gemeinsames Verständnis
Aufbau eines gemeinsamen Verständnisses von digitaler Souveränität im österreichischen und europäischen Kontext – anschlussfähig an europäische Rahmenwerke.
Unsicherheit reduzieren
Reduktion von Unsicherheit bei Beschaffungs-, Architektur- und Strategieentscheidungen:
- im KMU-Bereich
- für Corporates
- für den Public Sector
Faire Vergleichbarkeit
Faire und nachvollziehbare Vergleichbarkeit von Lösungen ohne Anbieter-, Technologie- oder Vendor-Bias.
Digitalstandort Österreich
Stärkung des Digitalstandorts Österreich durch Klarheit, Professionalität und Geschwindigkeit.
Ergebnisse der Arbeitsgruppen
Drei Deliverables für die praktische Anwendung
Die drei Ergebnisse bauen aufeinander auf und schaffen einen gemeinsamen, nachvollziehbaren Zugang zur Bewertung digitaler Souveränität.
Souveränitäts-spezifisches Komponentenverzeichnis
Fachliche Leitung: SQUER
Die Sovereignty BOM (SovBOM) erweitert den Software-BOM-Gedanken um souveränitätsrelevante Attribute. Der Katalog beantwortet viele Fragen bereits im Vorfeld, reduziert Zusatzfragen in Ausschreibungen und dient als gemeinsamer Nenner zwischen Organisationen.
Standardisierter Fragenkatalog
Fachliche Leitung: EBCONT & Cloudflight
Der Fragenkatalog definiert, was für die Bewertung der Souveränität eines digitalen Produkts abgefragt werden muss. Ausgangspunkte sind unter anderem das EU Sovereign Cloud Framework und Kriterien des BSI. Zugeordnete Risiken machen die Verbindung zur Unternehmensstrategie nachvollziehbar.
Einheitliches Bewertungsmodell
Fachliche Leitung: ÖBB-Holding
Das Bewertungsmodell überführt den Fragenkatalog in sieben aufeinander aufbauende Schritte. Die Schritte 1 bis 5 beruhen auf methodischen Entscheidungen der Arbeitsgruppe; SEAL-Skala und Mindestniveau-Logik in Schritt 6 wurden aus dem EU-CSF übernommen.
ÖFdS Version 0.9
Framework und Anwendung
Für die praktische Nutzung benötigen Sie vor allem zwei Dateien: Das Excel-Framework ist das Herzstück der Bewertung. Das Benutzerhandbuch beschreibt die zugrunde liegende Methodik und führt durch die Anwendung. Die fachlichen Ergebnisdokumente finden Sie direkt bei den drei Arbeitsgruppen oben. Die Ergebnisse werden unter der MIT-Lizenz veröffentlicht und können unter Berücksichtigung der Urheberschaft und Herkunft frei genutzt, weiterentwickelt und in eigene Projekte integriert werden.
Österreichisches Framework für digitale Souveränität (ÖFdS) v0.9
Das zentrale Arbeitsinstrument zur strukturierten Bewertung digitaler Souveränität.
ÖFdS Benutzerhandbuch v0.9
Erläutert Methodik, Aufbau und praktische Anwendung des Frameworks.
Executive Summary v0.9
Der kompakte Überblick über Ausgangslage, Ziele, Ergebnisse und nächste Schritte.
Herunterladen und mitgestalten
Version 0.9 steht für Feedback zur Verfügung
Laden Sie das vollständige Paket mit Excel-Framework, Benutzerhandbuch, AG1–AG3 und Executive Summary herunter. Die Ergebnisse werden unter der MIT-Lizenz veröffentlicht. Version 0.9 befindet sich bis 4. September 2026 in der Feedbackphase. Wir laden Sie herzlich ein, uns Ihre Anmerkungen zu senden. Alle Rückmeldungen werden geprüft und fließen in die finale Version 1.0 ein.
MIT-Lizenz: offen nutzbar und weiterentwickelbar
Feedback bis 4. September 2026: Ihre Anmerkungen sind ausdrücklich willkommen.
Ausblick
Die nächsten Schritte
Die Ergebnisse bieten einen pragmatischen Zugang zur Souveränitätsbewertung und können ab sofort in der Praxis erprobt werden. Im Mittelpunkt stehen Anwendbarkeit, Relevanz und die gemeinsam eingebrachte Erfahrung der Beteiligten.
Erproben
Organisationen können die drei Deliverables auf konkrete Produkte, Beschaffungen und Entscheidungen anwenden.
Vernetzen
Die Ergebnisse werden anderen Initiativen zur Verfügung gestellt. Besonders wichtig ist der Austausch mit der Arbeitsgruppe der CDO Taskforce der Bundesregierung.
Weiterentwickeln
Feedback und Praxiserfahrungen fließen in die weitere Ausarbeitung ein. Strategie, Organisationsentwicklung, Change-Management und Skills werden dabei zusammengedacht.
„Wenn du schnell gehen möchtest, gehst du allein. Wenn du weit gehen möchtest, gehst du gemeinsam.“
Der Kooperationsgedanke steht im Zentrum: als gemeinsame Antwort auf eine nationale österreichische und europäische Herausforderung und zur Stärkung des Digitalstandorts Österreich.
Gemeinsam entwickelt
Mitwirkende Organisationen
Fachleute aus Wirtschaft, Verwaltung und öffentlichem Sektor haben ihre Perspektiven in die Entwicklung eingebracht.
A1 · ACP · AI Factory Austria · ATOS · Bundeskanzleramt · Bundesrechenzentrum · CANCOM · Cloudflight · EBCONT · ETC · Gesundheit Österreich GmbH · KPMG · LieberLieber Software · MP2 IT-Solutions · msg Plaut · ÖAMTC · ÖBB · ORF · SparxSystems Software · SQUER · Stadt Wien · VÖSI
Menschen hinter der Initiative
Leitung und Gründung
Peter Reichstädter
Parlamentsdirektion
Doris Lippert
VÖSI
Astrid Zöchling
ORF



















